Making thahipster part of the Indieweb

Ziel des IndieWebs ist es, die eigene Abhängigkeit von den großen Publishern wie Facebook, Twitter & Co. zu reduzieren und (wieder) Herr der eigenen Daten und Postings zu werden, ohne den großen Diensten mit den vielen Nutzern komplett den Rücken zu kehren. Weil wir nämlich auf fremden Diensten, sogenannten Silos, posten, aber nicht mehr bei uns selbst, gehören uns diese Daten meist auch nicht mehr so richtig (ja, Mastodon ist eine neue Ausnahme) oder wir treten das Urheberrecht bei Anmeldung gleich ganz ab. Ein Aspekt dieses Indiewebs ist also, dass man seine Artikel (wieder) selbst hostet und zusätzlich in den großen Diensten zweitveröffentlicht oder verlinkt. Ungefähr so. Microblogs, große Artikel, Bilder etc...

Coole Idee eigentlich. Make The Web To The Customers Again.

Dazu gibt es also diese Indieweb Initiative. Es ist OpenSource und sie versorgen mit Software und Anleitungen - die große Kritik, das große Problem am Indieweb ist jedoch: niemand kann das einfach so benutzen. Außer Nerds. Technerds. Freunde von technischen Spielerein. Solche, die ihren eigenen Mobile Github Static Site Generator Workflow leben. Oder jene die mit RAKE einen neuen Artikel kreieren. Oder von Octopress wieder zu Jekyll gewechselt sind. Kurzum: Nicht der Otto-Normal-Burger (SIC!). Denn der möchte Inhalte einstellen. Und das kann er auf Youtube, Instagram, BSKY, Twitter, Mastodon (nur bedingt) younameit ziemlich gut. Es funktioniert out-of-the-box.

Und beim Indieweb? Die Idee ist gut, aber die Welt noch nicht bereit, Arne.

Wir müssen hier echt einfacher werden. Allerdings glaube ich nicht, dass das herömmliche Web, so wie ich es kenne, mit Websites und heterogenität, dass es dieses Web in jener Form und Idee noch gibt. Für den Großteil der Menschen da draußen ist das Web eine App, also verschiedene App auf ihren Telefonen. Die gehen bei TEMU los und hören bei TikTok auf. Das ist das Web. Aber nicht sowas hier, wie thahipster.de oder weißt der Geier. Das nicht mehr. Leider.

How To

Wie läuft das also nun konkret? Wie wird man mit seiner Präsenz Teil des Indiewebs?

  1. Man verlinkt sich mit seinen Dingen über das sogenannte Microformats rel="me" Attribut. Ich schreibe also in den Header meine Website thahipster.de, dass mir auch jenes Twitter, BSKY, Instagram, TIK TOK und Youtube Profil gehört. Auf den Profilen verlinke ich auf meine eigene Domain zurück. Das kann ich nur als Inhaber tun, also ist klar, dass es meine Properties sind. Mastodon habe ich vergessen. Dort geht das auch und ist fest eingebaut.
  2. Ich muss überall ein sogenanntes <h entry> Tag setzen, damit ich als Autor assoziiert werde. Das kann ich per Hand machen, wenn ich mein Weblog aus einem Haufen HTML-Files pflege. Oder via Plugin für Wordpress. Aber das wars auch schon. Alles andere ist außen vor. Es ist anstrengend. Sehr.
  3. Ich habe aufgegeben

Der Pfotenhauer hat sich auch damit beschäftigt:

Then yesterday I read over at Colin's about the uproar that Giles started and I can only agree. Everything has already been said about WordPress, but I would like to point out once again that the onboarding in Indieweb itself is hard to beat in terms of inconvenience. I mean, do you know their wiki? I have no idea what's still up to date and what's not, which services still work and which don't.

Ressources

IndieWebify.Me - a guide to getting you on the IndieWeb
IndieWeb Stufe 1
Thomas verlinkt regelmäßig (zuletzt in Wellenreiten 04/2020) Artikelüber das IndieWeb, ein dezentrales freies Ökosystem, in das man seineeigene Internetpräsenz (Blog, Webseite) sowie sein...

Artikelfoto: (C) Fabrice Coffrini / AFP via Getty Images