FMAN Dateimanager

Wer wie ich noch den Norton Commander kennt und hauptsächlich in Version 4 genutzt hat, der weiß wie Dateimanaging unter DOS damals ging. Cool und schnell. Heute nutze ich unter der Shell den Midnight Commander, hin und wieder zumindest, bin dieser Art Dateiexploring als treu geblieben.

Und heute, da bin ich auf Twitter zufällig über eine Software gestolptert, die sich FMAN (Link) nennt. Und weil sie mir so gut gefällt, gibt es hier einen kleinen Hinweis darauf.

Wenn man die knapp 22 MB für macOS herunter geladen und gestartet hat, sollte man das kleine Tutorial mitmachen um die Tastenkürzel zu lernen. Mit diesen hangelt man sich wirklich großartig flott durch sein Dateisystem. Der FMAN sieht stylisch aus und ist pfeilschnell.

Tastenkombinationan

Wie eben erwähnt ist der FMAN darauf getrimmt, seine Geschwindigkeit, ähnlich wie die Shell, aus der Tastatur zu ziehen. Deshalb sind vielen wichtige Funktionen per Tastenkombination erreichbar.

Die Hauptfunktionen:

  • F4: Edit (with a text editor)
  • Shift+F4: Create and edit
  • F5: Copy
  • F6: Move
  • Shift + F6: Rename
  • F7: New directory
  • F8: Delete
  • F9: Open terminal in current directory
  • F10: Open native file manager (Explorer/Finder)
  • F11: Copy path(s) to clipboard

Häufig genutzt:

  • Ctrl/Cmd + P: Go to directory
  • Alt + F1/F2 : List drives / volumes
  • Ctrl/Cmd + . : Toggle hidden files
  • Ctrl + Left: Open in left pane
  • Ctrl + Right: Open in right pane
  • Alt/Cmd + Left/Right: Go back/forward
  • Ctrl/Cmd + D: Deselect (clear the selection)
  • Alt/Cmd + F5: Pack files (eg. to a .zip)
  • Ctrl/Cmd + F1/F2/F3: Change the sort column

Plugins

Weiterhin verfügt der FMAN über ein Plugin-System über den die Funktionen erweitert werden können, beispielsweise "Öffne iTerm aus aktuellem Verzeichnis". Die Installation eines Plugins ist ebenfalls spielend einfach, FMAN installiert sie direkt aus Github.

Kleiner Scherz am Rande

Ich habe in der Einleitung meines kleinen Artikels bereits auf den Norton Commander (Screenshot) und DOS angespielt. Aber ab Windows 3.1 war ein ganz anderer, auch Zwei-Fenster-Dateimanager, berühmt: Der Total Commander. Er war die Ergänzung oder gar Ersatz für den File Manager (Screenshot) von Windows. Worauf ich allerdings hinaus will: Total Commander blendete in der unregistrierten Version bei jedem Start ein Fenster (Screenshot) ein, das auf diesen Umstand hinwies. Um weiter arbeiten zu können musste man eine wechselnde Zahl von 1 bis 3 eingeben, die niemals gleich war. Das sollte den Nutzer nerven. Und wisst ihr was? Der FMAN hat dieses Verhalten kopiert, was ich als großartige Hommage an Dateimanager alter Zeiten verstehe. Ich finde das wunderbar.

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Lizenz

Man kann den FMAN kostenlos ausprobieren, aber wenn man ihn regelmäßig nutzt sollte man eine Lizenz erwerben. Diese kostet 18€. Der Entwickler verdient mit dem FMAN im Monat gerade mal ca. 500€, was viel zu wenig ist um ihn dauerhaft weiter entwickeln zu können. (Link)

Ressourcen

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